Nikolaus 2007
Gemeinsam gehen wir auf die Wanderung. Basis dazu ist das Buch: "Nico geht zum Nikolaus!" Im Buch geht es darum, dass sich Nico über den Nikolaus ärgert, da er von diesem im letzen Jahr enorm kritisiert wurde und trotzdem mit einem Sack voller Süßigkeiten beschenkt wurde. Nico widerstrebte der Widerspruch. Heuer wollte er den Nikolaus zur Rede stellen und machte sich auf dem Weg zu diesem.
Wir wollen die Kinder in diesem Jahr nicht kritisieren, sondern legen Wert darauf, dass diese nur Positives von uns zu hören, bzw. zu lesen bekommen.
Vorbereitung:
Das Buch wurde in 5 Kapitel aufgesplittet. Jedes Kap. ist eine eigene Station. Die Vorbereitung auf die Wanderung beginnt bereits am Montag (Nikolausfeier ist am Donnerstag). Hier bekommt jedes Kind ein Blatt mit Vorlagen, die es bemalen soll und danach ausschneidet. Die Gegenstände von der Vorlage (Nikolausstab, Sack, Apfel, 3 Nüsse) , sowie eine gefaltete Nikolausmütze werden von den Kindern vorbereitet und pro Kind extra aufbewahrt. Ebenfalls vorzubereiten ist von den Kindern eine Einfüllhilfe für Nüsse! Dies ist ein Gegenstand, der im Buch erwähnt wurde und von den Kindern für den Nikolaus mitgebracht werden soll. Die Stationen sind mit einem Stern (A3) gekennzeichnet und der Weg mit Streusternen markiert.
Ablauf:
Bei Jeder Station wird der Teil des Buches vorgelesen, der vorher vereinbart wurde. Nun bekommen die Kinder den von ihnen vorbereiteten Teil, der in einem Beutel gesammelt wird, und nach der Wanderung in der Gruppe in einen Nikolauspass eingeklebt wird. An jeder Station bekommen die Kinder auch einen Stern. Hier steht für jedes Kind eine persönliche positive Nachricht bzw. Eigenschaft.
An der letzten Station treffen die Kinder auf den Nikolaus, der ihnen einen Stern übergibt und mit ihnen Tee und Kekse nascht. Dabei wird er ihnen auch erzählen, dass er bereits im Hort war, da er aber kein Kind angetroffen hat, wurde für sie ein Nikolaussacker hinterlegt.
Nach der Wanderung werden die gesammelten Teile in den Pass geklebt, Tee getrunken und dabei werden Weihnachtslieder gesungen, oder vom Band zu hören sein.
Nikolaus 2008
Heuer hatten wir keinen Nikolaus in Person zur Hand. Wir haben einen anderen Weg gefunden, mit den Kindern über den Nikolaus zu sprechen. Dazu haben wir verschiedene Stationen geplant und haben uns mit den Kindern auf den Weg gemacht.
Station 1: die Kinder sitzen im Kreis um das Schiff. Ich erzähle die Geschichte von Nikolaus und den Seeleuten :
Die Legende von der Rettung aus Seenot
Das Schiff hat mir mein Sohn gebaut, der Mast konnte gekippt werden und das Segel wurde durch Klettverschlüsse abnehmbar.
Nach der Geschichte falteten wir mit den Kindern ein Boot aus Papier. Danach gingen wir uns anziehen und auf zur nächsten Station im Freien!
Station 2: Die Legende von Nikolaus und den drei armen Mädchen. Nach der Geschichte durfte sich jedes Kind einen "Goldklumpen" nehmen und wir tranken Tee.
Station 3: Die Geschichte von der Hungersnot. Hier bekamen die Kinder einen Keks in Sackform (stand für die Getreidesäcke im Schiff)
Station 4: Als wir wieder in den Hort zurückkamen, setzten wir uns wieder in den Kreis. Diesmal war das Boot weg, und durch Materialien für eine Meditation ersetzt worden. Mit Kerzen, Orangenscheiben, Zimtrinden, Strohsternen,.... und klassischer Weihnachtsmusik waren unsere Kinder fast eine halbe Stunde ruhig bei der Sache.
Für unser heuriges "Nikolaussackerl" haben wir Badeschlapfen aus Frottee genommen. Mit Farbe bearbeitet und.... das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Heuer kommt der Nikolaus. Da der Großteil der Gruppe aus Kindern der ersten Klasse VS besteht, habe ich beschlossen heuer wieder einmal jemanden kommen zu lassen.
Wir werden zuerst beginnen über den Nikolaus zu reden, einen Weg aufbauen. Irgendwann wird dann der Nikolaus dazu stoßen.
Der Weg:
Hierzu habe ich einige Dinge vorbereitet
T Ein Haus aus schwarzem Karton mit einer goldenen Tür, welches das Haus des Nikolaus darstellen soll (goldene Tür für reichen Mann); hinter der halbgeöffneten Tür steht eine Kerze
T Ein kleiner Sack aus Filz genäht
T Eine Nikolausfigur
T Ein Krummstab
T Eine Mitra
T Ein Talar
T Ein Apfel
T Ein Schiff
T Eine Schüssel mit Korn
T Ein Buch
T Holzscheiben mit Kerzen drauf
T Ein 2 Meter langer naturfarbener Leinenstoff
Zu Beginn werde ich den Stoff auflegen und am Ende eine kleine Erhöhung drunter geben (Sitzkissen aus Ratan). Nun werden auf der Erhöhung die Gegenstände plaziert. Auf dem Stoff bis zur Erhöhung werde ich für jedes Kind eine Holzscheibe mit der Kerze darauf auflegen, so dass ein geschwungener Weg entsteht.
Die Kinder werden sich neben den Stoff setzen. Dann werde ich mit der Erarbeitung des Weges beginnen. Hierzu habe ich mir Karten vorbereitet:
Nikolaus von Myra
Er wurde zwischen 270 und 286 in Patara geboren. Das ist eine Stadt ca. 60 km von der Stadt Myra entfernt (Myra heisst heute Demre und ist in der Türkei).
Nikolaus von Myra ist der Schutzpatron der Russen, Kroaten, Serben sowie der Kaufleute, Bäcker und Seefahrer wie auch der Schüler und Kinder.
Nikolaus war ein Kind von reichen Eltern, die aber sehr früh an einer Krankheit gestorben sind. Er lebte mit vielen Dienern und Angestellten in einem großen Haus, aber er war dabei nicht glücklich.
Gestorben ist er am 6. Dezember 326, 345,351 oder 365. Genau weiß man das nicht. Am 6. Dezember wird deshalb der Namenstag von St. Nikolaus gefeiert.
Mit 19 Jahren wurde er von seinem Onkel, dem Bischof von Myra zum Priester geweiht. Als er starb wurde er zum neuen Bischof gewählt.
Warum verteilt er Äpfel, Mandarinen, Orangen und Nüsse?
Einmal ist er in die Stadt gegangen und hat dabei sehr viele arme Menschen, Kinder und Erwachsene, gesehen. Er war entsetzt, dass es so arme Leute gibt. Daraufhin ist er nach Hause gegangen und hat in einen Sack das Obst aus seinem Garten (Äpfel, Mandarinen, Orangen und Nüsse hineingegeben. Er ging wieder in die Stadt und verteilte alles an die Menschen in der Stadt.
Wie sieht der Nikolaus aus?
Ist er
oder dünn ?
GROß oder klein ?
Mitra oder rote Fellmütze?
Nikolaus oder Weihnachtsmann?
Nikolauslegenden
Nikolaus’ Wirken hat zu vielfältigen Legendenbildungen beigetragen, die im Laufe der Jahrhunderte dazu führten, dass er als einer der wichtigsten Heiligen angesehen wurde.
Nikolaus lernt drei oströmische Feldherren (griech. στρατηλάτης (stratelates) = Feldherr) kennen, die er zu sich nach Myra einlädt. Diese werden Zeugen, wie der Bischof drei unschuldig zum Tod Verurteilte vor der Hinrichtung bewahrt, indem er dem Scharfrichter das Schwert aus der Hand reißt. Zurück in Byzanz werden die drei Feldherren Opfer einer Intrige und selbst zum Tod verurteilt. Im Kerker erbitten sie die Hilfe des heiligen Nikolaus, der daraufhin dem Kaiser und dem Intriganten erscheint und im Falle der Hinrichtung erhebliche Konsequenzen ankündigt. Zutiefst erschrocken veranlasst der Kaiser die unverzügliche Freilassung der Feldherren.
Ein verarmter Mann beabsichtigt, seine drei Töchter zu Prostituierten zu machen, weil er sie mangels Mitgift nicht standesgemäß verheiraten kann. Nikolaus, noch nicht Bischof und gerade durch ein Erbe mit einem größeren Vermögen ausgestattet, erfährt von der Notlage und wirft in drei aufeinander folgenden Nächten je einen großen Goldklumpen durch das Fenster des Zimmers der drei Jungfrauen. In der dritten Nacht gelingt es dem Vater, ihn zu entdecken, ihn nach seinem Namen zu fragen und ihm dafür zu danken, dass nun die Mitgift für jede der Töchter gesichert ist. Aus dieser Legende entspringt die häufige ikonografische Darstellung mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln.
In Seenot geratene Schiffsleute rufen in ihrer gefährlichen Lage den heiligen Nikolaus an. Ihnen erscheint ein mit Wunderkräften ausgestatteter Mann und übernimmt die Navigation, setzt die Segel richtig und bringt sogar den Sturm zum Abflauen. Daraufhin verschwindet der Mann wieder. Als die Seeleute in der Kirche von Myra zum Dank für ihre Rettung beten, erkennen sie den Heiligen und danken ihm.
Während einer großen Hungersnot erfährt der Bischof von Myra, dass ein Schiff im Hafen vor Anker liegt, das Getreide für den Kaiser in Byzanz geladen hat. Er bittet daher die Seeleute, einen Teil des Kornes auszuladen, um in der Not zu helfen. Diese weisen zuerst die Bitte zurück, da das Korn genau abgewogen beim Kaiser abgeliefert werden müsse. Erst als Nikolaus ihnen verspricht, dass sie für ihr Entgegenkommen keinen Schaden nehmen würden, stimmen die Seeleute zu. Als sie später in der Hauptstadt ankommen, stellen sie verwundert fest, dass sich das Gewicht der Ladung trotz der entnommenen Menge nicht verändert hat. Das in Myra entnommene Korn aber reicht volle zwei Jahre und kann sogar noch zur Aussaat verwendet werden.
Natürlich habe ich die Geschichten nicht im Original erzählt, sondern kindgerecht umgemodelt.
Da ich in diesem Jahr nur Kinder der ersten und zweiten Klasse habe, die Zwerge sozusagen, habe ich mich für eine Wanderung in den Wald entschlossen, auf welcher ich aus dem Buch: die Geschichte von St. Nikolaus vorlesen werde. Die Geschichte ist in Reimen geschrieben und deswegen, wie ich finde, gerade für die Kleinen nett anzuhören. Die Geschichte, bzw. der Weg wird in Stationen aufgebaut. Die Kinder haben dabei die Möglichkeit immer wieder zu gehen, sich zu bewegen (bei meiner quirligen Gruppe sehr ratsam) und an den Stationen zu handeln.
Station 1:
der erste Teil der Geschichte wird noch im Gruppenraum vorgelesen. Dann stellen die Kinder ihren Nikolausschuh (ausschneiden, Maschebinden lernen,...) auf die festlich gedeckte Tafel. Anziehen und losmaschieren....
Station 2:
wir finden die Station, weil eine Schale mit einem Licht und Nüssen mitten auf dem Weg steht. Ich lese den zweiten Teil der Geschichte, in der es um Nikolaus Kindheit geht. Die Kinder malen auf
vorbereitete Gesichter einen lachenden und einen traurigen Nikolaus.
Station 3:
Wieder ist die Station mit einem Licht gekennzeichnet. Es geht diesmal um die Legende von den drei Mädchen und den drei Geldsäcken. Hierzu habe ich nach der Geschichte ein Memory in Großformat gebastelt. Auf 47 Papptellern wird jeweils das Bild der drei weinenden Mädchen aus dem Buch aufgeklebt, auf drei weiteren Tellern ist das Kind Nikolaus dabei zu sehen, wie es die Säcke mit Goldmünzen füllt. Die Kinder haben nun die Aufgabe gemeinsam mit bewährten Memoryspielregeln, die drei Bilder mit Nikolaus zu finden.
Station 4:
Diesmal ist eine besondere Lichterschale die Kennzeichnung der Station. Der Teil der Geschichte handelt von der Pilgerschaft des Hl. Nikolaus. Wir lassen die Lichterschale durch die Gruppe wandern. Dabei erzähle ich vom langen Weg, von den Freuden des Schenkens....
Station 5:
Nikolaus wird Bischof. Vermutlich werde ich hier einen Holzesel besorgen, der uns den Rest des Weges begleiten wird. Ich glaube kaum, dass ich einen echten Esel auftreibe. Esel deswegen, da in
der Geschichte immer wieder der kleine weiße Esel vorkommt, der Nikolaus treu begleitet.
Station 6:
Wiederum kennzeichnet ein Licht die Station. Es geht hier um die Legende von den Getreideschiffen und der Hungersnot. Wir werden im Anschluss an die Geschichte ein Boot falten (bei meinen Kids ist im Herbst die Faltwut ausgebrochen).
Station 7:
Endlich im Wald angekommen, treffen wir auf St. Nikolaus (ich danke meinem tollen Ehemann , der sich jährlich freiwillig opfert!). Er wird mit den Kindern über den echten Nikolaus sprechen, sich ein Gedicht aus dem Buch anhören, und mit uns dann gemeinsam in den Hort zurückwandern, um Tee, Bratäpfel und Kekse zu geniesen.
Bilder folgen!